Ergebnis der Vorstandswahl vom 31.05.2021

Auf der Mitgliederversammlung am 31.05.21 wurde ein neuer Vorstand gewählt und eine neue Satzung beschlossen. Der BGB Vorstand wurde von vier auf drei Mitglieder verkleinert.

Frau Claudia Meins-Reidenbach aus Erfurt wurde einstimmig als Vorsitzende wiedergewählt. Neue Stellvertretende Vorsitzende ist Frau Micaela Scheffel aus Gera.

Die bisherige stellvertretende Vorsitzende, Frau Karoline Thielen-Wollscheid, verlässt die Kindertagespflege und stellte sich daher nicht zur Wiederwahl zur Verfügung.

Frau Yvonne Russ wurde ebenfalls einstimmig als Schatzmeisterin wiedergewählt.

Der Vorstand wird nun von drei BeisitzerInnen unterstützt. Diese sind Heike Herold aus dem Landkreis Sömmerda, Nicole Schneider aus Weimar und Kerstin Becker aus Erfurt (bisher stellvertretende Vorsitzende).

Wir danken den Mitgliedern für Ihre Unterstützung und wünschen dem neuen Vorstand eine erfolgreiche Amtszeit.

Informationen zum Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“

Das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ ist vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend neu aufgelegt worden. Es ist im September 2020 gestartet und läuft bis zum 31.12.2022. 

Das Förderprogramm bietet eine Anschubfinanzierung für Unternehmen, die neue Plätze in der betrieblichen Kinderbetreuung schaffen und somit zur Gestaltung einer familienbewussten Lebens- und Arbeitswelt beitragen. Auf diese Weise unterstützt es insbesondere KMU dabei, sich der Herausforderung beim Thema Fachkräftesicherung zu stellen und beim Wettbewerb um Fachkräfte im Rahmen einer familienfreundlichen Unternehmenskultur mit Großunternehmen mithalten zu können.

Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland und regt zudem die Kooperation von kleinen und mittelständischen Unternehmen an. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblichen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten ist möglich und entlastet Unternehmen bei der Organisation ihrer betrieblichen Kinderbetreuung.

Mit Hilfe der vier Module des Förderprogramms können die Unternehmen ein passendes Betreuungsangebot für ihre Beschäftigten entwickeln:

  • Modul 1: Förderung betrieblich unterstützter Betreuungsplätze in der Kindertagesbetreuung
  • Modul 2: Förderung betrieblich unterstützter Betreuungsplätze in der Kindertagespflege
  • Modul 3: Förderung von betrieblich unterstützten Plätzen zur Betreuung in Ausnahmefällen
  • Modul 4: Förderung von Plätzen in betrieblich unterstützter Ferienbetreuung. 

In den Modulen 1 bis 3 können neu zu schaffende betriebliche Betreuungsplätze unter Beteiligung der Arbeitgeber mit bis zu 400 € pro Platz und Monat gefördert werden. Im Modul 4 ist die Förderung mit bis zu 25 € pro Platz und Tag möglich. Die Förderrichtlinie und weitere Dokumente zum Programm finden Sie auf der Website www.erfolgsfaktor-familie.de/kinderbetreuung.

Die Aufzeichnungen von Online-Seminaren zum Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ bieten weitere Informationen – hier finden Sie auch Beispiele aus der Praxis: https://www.erfolgsfaktor-familie.de/noch-fragen-hier-koennen-sie-sich-beraten-lassen.html

Die Servicestelle berät Sie gern zu Ihren Fragen zur betrieblichen Kinderbetreuung und zum Förderprogramm und unterstützt Sie bei der Beantragung von Fördermitteln.

Sie erreichen die Servicestelle:

  • telefonisch: 0800-0009838 (kostenlos) am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr

Interessantes zur BGW – Ein Mitglied des LVKTP berichtet

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
unsere Kollegin Micaela Scheffel aus Gera möchte mit folgendem Beitrag über wichtige Punkte, die Kindertagespflegepersonen bei der Absicherung über die Berufsgenossenschaft beachten sollten, informieren.

Diese sind:

  1. Höhe der Versicherungssumme
  2. Arbeitsunfälle melden
  3. Die BGW und Corona 

1.Höhe der Versicherungssumme

Für alle die TPPs, die sich mit dem Thema „Beitragshöhe“ noch nicht auseinandergesetzt haben, möchte ich hiermit dazu ermuntern. Dieses Thema wird spätestens dann interessant, wenn die TPP wegen eines Arbeitsunfalls einen Verdienstausfall erleidet.

Die Höhe der Versicherungssumme richtet sich nach dem Wunsch des Antragstellers. Jeder hat die Möglichkeit, die Höhe zwischen Mindest – und Höchstversicherungssumme zu wählen. Nicht jeder weiß das und ist noch mit der Mindestversicherungssumme versichert. Das hat zur Folge, dass im Falle eines Ausfalls weniger Verletztengeld oder Vollrente bezahlt wird und ein Verdienstausfall damit nicht vollständig ausgeglichen wird. 

Zu bedenken ist hierbei, dass uns die Jugendämter die Kosten der Unfallversicherung in voller Höhe zu erstatten haben und hier nicht von einer „angemessenen Erstattung“ wie bei Renten – und Kranken -/Pflegeversicherung ausgegangen werden kann. Es macht also Sinn, sich mit der Höchstsumme, aber zumindest mit einer Summe, die dem aktuellen Einkommen entspricht, zu versichern. Die Tabelle mit den gestaffelten Beträgen zur Versicherungssumme, täglichem Verletztengeld und monatlicher Vollrente befindet sich immer als Beilage zum Beitragsbescheid. Verletztengeld und Vollrente werden nicht nach Eurem Einkommen sondern nach der Höhe der Versicherungssumme gezahlt.

Wer jetzt feststellt, dass er unterversichert ist, dem empfehle ich, sich schnellstmöglich höher zu versichern. Das geht auch mitten im Beitragsjahr. Das Jugendamt erstattet dann auch die Differenz des Beitrages.

2.Arbeitsunfälle melden

Trotz größter Vorsicht kommt es bei unserer Arbeit immer wieder zu kleineren und größeren Unfällen oder Krankheiten, die beruflich bedingt sind. Zunächst möchte ich ins Bewusstsein rufen, dass wir auch bei Bagatellunfällen ein Recht darauf haben, dass diese reguliert werden. Wir sind keine Ärzte und können deswegen eventuelle Folgeschäden oft gar nicht abschätzen. 

Deswegen empfehle ich auch bei kleineren Unfällen (z.B. mit dem Fuß umknicken, weil Ihr auf einen Baustein getreten seid) den D – Arzt aufzusuchen und gegebenenfalls eine Unfallmeldung an die BGW zu schicken, wenn sich daraus eine Behandlung oder Arbeitsunfähigkeit ergibt. 

Habt Ihr einen Schaden durch einen Unfall erlitten, ist also folgende Reihenfolge einzuhalten: innerhalb von drei Tagen sucht Ihr einen D – Arzt auf und füllt anschließend eine Unfallanzeige aus, die Ihr zur BGW schickt. Der D – Arzt schickt parallel dazu seinen Bericht an die BGW. (Sollte es sich aus Sicht des D – Arztes nicht um einen Unfall handeln, bezahlt die Behandlung dann nicht die BGW sondern Eure Krankenkasse.) Anschließend erhaltet Ihr Post mit Formularen zum Unfallhergang, zur Anfrage nach Euren Versicherungen (Sozial -, Kranken – ,Pflege-) und zur Feststellung des Anspruches auf Leistungen wie Verletztengeld oder Rente. Jederzeit sind die freundlichen Mitarbeiter der BGW bereit, telefonisch beim Ausfüllen oder anderen Fragen zu helfen.

Also nehmt auch kleinere Unfälle ernst, wenn Ihr dadurch einen Schaden erlitten habt und macht Eure Ansprüche geltend.

3.Die BGW und Corona 

Jeder Versicherte erhält das BGWmagazin kostenlos zugestellt. In der Ausgabe 1/21 gibt es auf den Seiten 6 – 9 ausführliche Informationen zum Thema „Gemeinsam die Pandemie bewältigen“.

Dort wird erläutert, dass im Falle einer Covid – 19 – Erkrankung deren Anerkennung als Berufskrankheit in Betracht kommt. Bis Ende Dezember 2020 hat die BGW laut ihrem Artikel 78,6 % der Verdachtsanzeigen anerkannt. Länger Erkrankte erhielten zudem noch Leistungen für Heilbehandlungen und zur Rehabilitation.

Den ganzen Beitrag könnt Ihr in Eurem Heft selbst lesen. Ich möchte nur kurz darauf eingehen, was das für uns bedeutet. 

Sollte eine TPP bestätigt an Covid – 19 erkranken, so muss sie dies, sofern der Verdacht besteht, dass sie sich in Ausübung ihrer Tätigkeit damit angesteckt hat, schnellstmöglich (z.B. online) der BGW anzeigen. Dazu braucht es aber vorher die Diagnose. Da wir uns theoretisch auch beim Einkauf für die KTP angesteckt haben können, ist es für mich fraglich, ob ein betreutes Tageskind oder eine abholende Person positiv getestet sein muss. Allerdings wäre dadurch der Verdacht definitiv begründet, während es bei der Einkaufsgeschichte sehr auf den zuständigen Sachbearbeiter ankommt. Ich möchte trotzdem jede TPP hiermit ermuntern, eine bestätigte Covid – 19 – Erkrankung als Berufskrankheit geltend zu machen, da ja inzwischen bekannt ist, dass wir ohne Schutzmaßnahmen arbeiten müssen und laut Studie der AOK gemeinsam mit den Erziehern auf Platz 1 der am meisten wegen Covid – 19 krankgeschriebenen Berufsgruppen rangieren.

Fazit:

  • Jede TPP sollte mindestens in Höhe des Einkommens versichert sein.
  • Auch kleinere Schäden, die durch die Ausübung der Tätigkeit als TPP entstanden sind, sollten angezeigt werden.
  • Wer den Verdacht hat, sich durch seine Tätigkeit mit dem Covid – 19 – Virus infiziert zu haben und positiv getestet wurde, sollte dies unbedingt bei der BGW anzeigen

Obwohl wir mit unserer Versicherung bei der BGW sehr gut abgesichert sind, wünsche ich allen TPPs eine unfallfreie Zeit ohne das Covid – 19 – Virus.

Eure Micaela Scheffel

Dank an die politischen Entscheider auf Kommunal- und Landesebene

Die Corona-Krise hat uns alle vor große private, aber auch finanzielle Herausforderungen gestellt. 

Für viele Tagesmütter und Tagesväter bedeutete die coronabedingte Schließung der Kinderbetreuungseinrichtungen einen teilweisen bis vollständigen Verlust Ihrer Einnahmen. Kindertagespflegepersonen in ganz Thüringen wurden von heute auf morgen mit großen Existenzsorgen konfrontiert.

Dank der Regelungen im Corona-Mantelgesetz, auf die Sie sich als politische Entscheider verstängigten, konnte die finanzielle Krisensituation der  Tagesmütter und Tagesväter jedoch entschärft werden. 

Die Landesregierung sichert im Corona-Mantelgesetz eine vollständige Weiterfinanzierung der Förder-Pauschale pro Kind sowie die Erstattung der entfallenen Elternbeiträge an die Städte und Gemeinden zu, sofern eine Weitervergütung der Kindertagespflege erfolgt.

Fast alle thüringer Gemeinden haben sich daraufhin für eine vollständige Weiterfinanzierung der Kindertagespflegepersonen entschieden und so den Fortbestand der Kindertagespflege in Thüringen gesichert. 

Hierfür danken wir Ihnen Allen im Namen des Landesverbandes und der Thüringer Kindertagespflegepersonen sehr.

Ein herzliches Dankeschön

Dr. Claudia Meins-Reidenbach

Karoline Thielen-Wollscheid

Kerstin Becker und 

Yvonne Russ

vom Landesverband für Kindertagespflege Thüringen e.V.

Appell an die politischen Entscheider der Thüringer Gemeinden,

die Corona-Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen. 

Für die Kindertagespflegepersonen in Thüringen ist die Corona-Krise leider bislang auch eine finanzielle Krisensituation. Denn die Finanzierung der Kindertagespflegepersonen ist derzeit ungesichert. Verbindlichen Aussagen darüber ob und in welcher Höhe eine Weitervergütung bis zur Aufhebung der Schließung von Kindertageseinrichtungen erfolgt, gibt es derzeit nicht.

Die Thüringer Kindertagespflegepersonen ermöglichen derzeit mit ihrem Notbetreuungsangebot, dass Eltern aus systemrelevanten Bereichen weiter ihrer Arbeit nachgehen können. Hierbei geben sie trotz des Corona-Ansteckungsrisikos für sich und ihre Familienangehörigen jeden Tag Ihr Bestes, um die Betreuung in einer familiären Umgebung für die Kleinsten so entspannt und liebevoll wie immer zu gestalten.

Aber auch die Tagesmütter und Tagesväter die keine Notbetreuung anbieten, entweder weil sie zu einer Risikogruppe gehören oder weil sie keine Kinder von Eltern in Betreuung haben, die zur Gruppe der Notbetreuungsberechtigten gehören, dürfen bei der Sicherstellung der Finanzierung nicht außer acht gelassen werden.

Die Thüringer Tagespflegepersonen brauchen daher nun die Gewissheit, dass durch die Corona-Krise nicht auch ihre Existenz gefährdet wird. Hier sind die politischen Entscheider  in der Verantwortung, Kindertagespflegepersonen und damit die dringend benötigten Betreuungsplätze im U-3 Bereich zu sichern und zu erhalten. 

Dass die Förderleistung der Tagespflegepersonen von 2,53-3,18 Euro pro Kind und Stunde nicht ausreicht, um für Krisenzeiten Rücklagen zu bilden, liegt auf der Hand. Die Tagesmütter und Tagesväter arbeiteten auch schon vor der Krise am Existenzminimum. Ein mehrwöchiger Verdienstausfall wäre das sichere Aus für viele Tagesmütter und Tagesväter. Daher ist es nun unabdingbar, dass die Förderleistung vollständig weitergezahlt wird.

Wir hoffen und vertrauen auf Ihre Unterstützung einer nachhaltigen und über den 19.04.2020 hinaus reichenden Weiterfinanzierung der Kindertagespflegepersonen.

Claudia Meins-Reidenbach, Karoline Thielen-Wollscheid, Kerstin Becker und Yvonne Russ

Landesverband für Kindertagespflege Thüringen e.V.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

laut heutigem Erlass des Gesundheitsministeriums, werden die Thüringer Kindertagespflegestellen bis zum 19.04.2020 geschlossen.

Eine Notbetreuung von Kindern von Erziehungsbe­rechtigten, die in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind, ist ­sicherzustellen.

Informationen zur Handhabung der Notbetreuung und zu finanziellen Fragen erhaltet Ihr bei Eurem zuständigen Jugendamt.

Wir danken der Ministerin ausdrücklich für Ihre Offenheit gegenüber unseren Argumenten und Ihrem entschlossenen Handeln.

Offener Brief an die Gesundheitsministerin Thüringens

Sehr geehrte Frau Ministerin Werner,

wie aus Ihrem Schreiben vom 13.03.2020 an das Thüringer Verwaltungsamt hervorgeht, soll die Kindertagespflege von der Schließung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus ausgenommen sein.

Grund hierfür sei, dass hier „eine sehr geringe Zahl bzw. Einzelbetreuungen ohne maßgebliches Infektionsrisiko in Rede“ stünde.

Dieser Einschätzung möchten wir vehement widersprechen und fordern Sie nachdrücklich auf, die Kindertagespflege in die für Kindertagesstätten gültigen Regelungen  einzubeziehen.

Laut Robert Koch-Institut haben derzeit Maßnahmen zur Kontaktreduzierung oberste Priorität, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Hier passt es nicht zusammen, dass Kindertagespflegepersonen in Thüringen, unabhängig von der Gesamtzahl der anwesenden Personen und weiterer Risikofaktoren weiterarbeiten sollen. 

Kindertagespflegepersonen betreuen bis zu fünf Kinder. Hinzu kommen die eigenen Kinder der Tagespflegepersonen, die von den Schul- und Kitaschließungen betroffen sind und mitbetreut werden müssen. Desweiteren wird die Personenzahl durch Ehepartner, die derzeit im Homeoffice arbeiten und von Tageskindeltern, die ihre Kinder in der Eingewöhnungsphase begleiten, erhöht. Hier kann unseres Erachtens nicht von einer geringen Zahl bzw. Einzelbetreuung gesprochen werden.

Tagesmütter und Tagesväter, die in ihren privaten Räumen Kindertagespflege beteiben, sorgen sich darüber hinaus sehr um den Schutz ihrer eigenen Familien. Insbesondere ist es hier problematisch, dass bei unter dreijährigen Kindern ein enger Körperkontakt und damit ein erhöhtes Infektionsrisiko nicht vermieden werden kann. Eine Betreuung in privat genutzten Räumlichkeiten ist aus unserer Sicht sowohl aus Infektionsschutzaspekten als auch der Fürsorgepflicht gegenüber der Familie der Tagespflegeperson nicht akzeptabel.

Auch die Frage, wie mit Tagespflegepersonen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe bei einer Infektion umzugehen ist, wird Ihrerseits nicht ausreichend berücksichtigt. Unter den Thüringer Tagespflegepersonen befinden sich auch Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen bzw. höherem Alter zu dieser Risikogruppe gehören und unbedingt von dieser pauschalen Betreuungspflicht für Kindertagespflegepersonen ausgenommen werden sollten.

Bei der Weiterbetreuung von Kindern mit Eltern die in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind, möchten auch die Thüringer Tagespflegepersonen selbstverständlich ihren Beitrag leisten. Die Betreuung sollte jedoch nicht in privat genutzten Räumen sondern in externen Räumen, die von den Jugendämtern zur Verfügung gestellt werden, erfolgen.

Wir bitten Sie daher dringend, Ihre Festlegungen zur Kindertagespflege zu überarbeiten und, wie auch in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen umgesetzt, die Kindertagspflegestellen analog zu Kindertagesstätten und Schulen zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Claudia Meins Reidenbach

Karoline Thielen-Wollscheid

Kerstin Becker

Yvonne Russ

Landesverband für Kindertagespflege Thüringen e.V.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

derzeit erreichen uns viele Anfragen von Kolleginnen und Kollegen rund um den Umgang mit dem Coronavirus in der Kindertagespflege.

Nachfolgend möchten wir Antworten auf die häufigsten Fragen nach unserem derzeitigen Kenntnisstand geben.

Dürfen wir Kinder mit Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen betreuen?

Für Thüringer Schulen gilt laut Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: „Personen, die an allgemeinen Erkältungssymptomen leiden (Schnupfen, Husten etc.), dürfen die Schule nicht betreten, solange die Symptomatik anhält.“ Der Landesverband sieht in der analogen Handhabung in Tagespflegestellen ein gutes Mittel zur Eindämmung der COVID-19 Epedemie.

Müssen derzeit zusätzliche Hygienemaßnahmen ergriffen werden?

Bitte weist alle Personen die Eure Tagespflegestelle betreten darauf hin als erstes die Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Ein Desinfektionsmittelspender im Eingangsbereich und ein Hinweisschild an der Eingangstür erleichtern hier die Handhabung. Dies trifft natürlich auf auf Eure Tageskinder zu. Ansonsten führt die Standardhygienemaßnahmen für Kindertagespflegestellen, wie tägliches wechseln von Handtüchern und Waschlappen, die tägliche gründliche Reinigung von Oberflächen, regelmäßiges Lüften, etc. einfach weiter wie gewohnt.

https://hygiene-tipps-fuer-kids.de/elterntipps

Wo sollte ich mich über den aktuellen Stand zum Umgang mit dem Coronavirus informieren?

Allgemeinen Informationen zum Coronavirus findet Ihr immer tagesaktuell auf der Seite des Robert Koch Institutes unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html.

Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus in Thüringer Bildungseinrichtungen stellt das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport stellt auf seiner Internetseite https://bildung.thueringen.de/ministerium/coronavirus zur Verfügung. Da das Ministerium keine Regelungen und Informationen speziell für die Kindertagespflegestellen veröffentlicht hat, orientiert Euch bitte an den Empfehlungen für Kitas.

Bei allen weiteren Fragen die darüber hinausgehen und speziell die Kindertagespflege betreffen soll laut Ministerium das zuständige Jugend- oder Gesundheitsamt kontaktiert werden.

Welche Regeln gelten für die Notfallbetreuung im Zeitraum vom 20.03.-19.04.2020?

Alle Informationen finden sich hier:

Wie sind wir finanziell abgesichert?

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat auf seiner Internetseite seine derzeitigen Informationen dazu zusammengefasst. Nachzulesen unter https://www.bvktp.de/corona-virus-und-kindertagespflege/.

Die Erfurter Tagesmütter und Tagesväter trafen sich heute zum Karussell fahren auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt und hoffen auf eine Erhöhung der Förderleistung bei der heutigen Stadtratssitzung

Erfurt, 18.12.2019.

Die Kleinen konnten sich heute auf einen Ausflug der besonderen Art freuen:

Es ging heute auf den Erfurter Weihnachtsmarkt zu Karussell, Brezeln und einem Besuch des Märchenwaldes. Der Verein Tagesmütter Erfurt e.V. lud seine Mitglieder und deren Tageskinder, wie in jedem Jahr, zum Karussell fahren ein.

Es gab so viel zu bestaunen und auch zu kosten.

Und die Erfurter Tagesmütter und -väter? Sie erwarten mit sehr großer Freude und Spannung die anstehende Stadtratssitzung. 

Heute Abend soll über die schon lange  erwartete und bereits im März angekündigte Erhöhung der Förderleistung abgestimmt werden. Die Hoffnung ist groß, dass der Stadtrat der Vorlage der Stadtverwaltung zustimmt. Damit würde ein weiterer großer Schritt bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen der Kindertagespflege in Erfurt erfolgen. Die Erfurter Tagesmütter und -väter danken der Stadtverwaltung und dem JHA jedoch unabhängig davon für ihre Unterstützung der Kindertagespflege, für die gute Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz und sind voller Vorfreude auf die heute hoffentlich erfolgende Zustimmung des Stadtrates.